1. Vorstellung der Kindertagespflegestelle
Ich betreue in meiner Kindertagespflege maximal 5 Kinder von 0 bis 3 Jahren. In der Zeit von Montag bis Freitag von 7.00-14.45 Uhr.
Meine Räumlichkeiten befinden sich in Essen, auf dem Memmertweg 8 in 45149 Essen.
Die angemietete Wohnung befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die 100 qm² große Wohnung ist auf 3,5 Räume aufgeteilt.
• Im Schlafraum steht ein großer Wickeltisch. Dieser ist mit einer ausziehbaren Treppe ausgestattet, wodurch die Kinder selbstständig hoch und runtergehen können. Er verfügt unter anderem Schubladen, wo jedes Kind seine Hygieneartikel und Kleidung einsortieren kann.
• Im Schlafraum stehen kleine Bettchen zum Ausruhen und zum Schlafen bereit. Für die ganz Kleinen sind Reisebetten vorhanden.
• Im Bewegungsraum sind Fallschutzmatten und Bausteine aufgebaut, welche zum Springen, Hüpfen, Klettern und Rutschen einladen.
• Im Essbereich und in der Küche können wir gemeinsam das Essen zubereiten und anschließend im Essbereich, wo jeder seinen festen Platz hat, essen.
• Im Spielraum können die Kinder einiges an Spielmöglichkeiten entdecken. Zum Beispiel: Schiff, Leseecke, Puzzle, Kinderküche und vieles mehr.
• Im Eingangsbereich befindet sich die Garderobe, wo die Anziehsachen für draußen aufgehangen werden. An den Plätzen der Kinder hängt ein Foto von dem jeweiligen Kind.
2.Pädagogische Arbeit und Ziele
Grundlegende Ziele meiner pädagogischen Arbeit als Kindertagespflegeperson ist es, die Persönlichkeit und Eigenständigkeit der Kinder zu fördern, ihre Bedürfnisse zu erkennen und dabei zu helfen, sie umzusetzen. Sie erhalten eine gewaltfreie und liebevolle Betreuung. Ich begegne den Kindern mit Achtung, Respekt und auf Augenhöhe. Ich möchte für die Kinder eine Bezugsperson, Begleiterin und Spielpartnerin sein, ihnen helfen ihre Fähigkeiten und Stärken zu erkennen, sowie weiterzuentwickeln und ihre Interessen und Wünsche zu berücksichtigen. Die Kinder lernen, sich in einer größeren Gruppe zurecht zu finden, die Bedürfnisse, die Wünsche, das Verhalten und die Interessen der anderen Kinder zu respektieren sowie zu berücksichtigen. Daher sind für eine Gruppe Regeln und Selbstregeln sehr wichtig. Dadurch können im Vorfeld Konflikte und Streitereien oftmals vermieden werden.
Regeln:
• Straßenschuhe ausziehen
• Gemeinsam essen
• Ruhezeiten einhalten
• Wir nehmen Rücksicht auf andere
• Kein Hauen, Kneifen, Beißen und Schubsen
• Wir gehen sorgsam mit Spielmaterialien und Büchern um
Die Kinder haben die Möglichkeit sich in der Kuschelecke zurückzuziehen, wenn ihnen danach ist, um etwas Ruhe zu tanken oder sich ein Bilderbuch anzuschauen.
Beim Spielen gibt es keine bessere Förderung, als ihnen von klein an genügend Zeit und Raum zum Spielen zu geben. Kinder sind von Natur aus Forscher, Gestalter, spontan und experimentierfreudig.
Im Freispiel (offene Bildungsphase) können erlebte Situationen und Zusammenhänge in ihrem Umfeld besser verstanden und verarbeitet werden. Sie erschaffen sich ihre eigene kleine Welt. Die Kinder stellen sich Aufgaben die sie versuchen ohne Hilfe selbst zu lösen. Beim Spielen üben sie ihre motorischen Fähigkeiten, lernen Neues hinzu und wissen ihre Hände und Finger immer geschickter einzusetzen. Sie bekommen beim Spielen Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbestätigung und können stolz auf das eigene Handeln sein.
Da ich die Rolle der Forschungsassistentin einnehme, spiele ich auch nur nach Aufforderung mit im freien Spiel. Ich bringe mich so im Spiel ein, dass ich nur zugewiesene Rollen übernehme und die Anleitung des Kindes befolge. Beim Rollentausch lernt es auch nach meinen Regeln und Anweisungen zu spielen, um die perspektive von der anderen Seite auch kennenzulernen. Spiel zur Förderung der motorischen Fähigkeiten ist ein wichtiger Grundstein in der Kindertagespflege um die Kinder auf ihrem Weg in die große geheimnisvolle Welt zu begleiten.
3.Eingewöhnung
Nachdem Sie einen Betreuungsvertrag bei mir erhalten haben und wir alle Fragen geklärt haben, beginnen wir mit der Eingewöhnung.
Die Eingewöhnung ist für Ihr Kind, für Sie und mich, die Kindertagespflegeperson, sehr wichtig um eine vertrauensvolle Beziehung und tägliche Betreuung möglich zu machen. Die Eingewöhnung gestalte ich nach dem Münchener Modell, das sich in verschiedenen Phasen aufteilt, damit sich das Kind Schritt für Schritt an die neue Umgebung und Situation gewöhnen kann. Das Tempo bestimmt das Kind. Nur mit Zeit, Ruhe, Geduld und Vertrauen kann eine gute Bindung aufgebaut werden.
Kennenlernphase:
In der Kennenlernphase sollte das Kind zunächst nur ein bis zwei Stunden pro Tag mit einer festen und nicht wechselnden Bezugsperson an den Aktivitäten der Gruppe teilnehmen. Hierbei lernt es die neue Umgebung kennen und hat Einblicke in einen kleinen Ausschnitt des Tagesablaufes. Die Bezugsperson ist in dieser Phase der erste Ansprechpartner für das Kind und bildet somit den sicheren Anker bei schwierigen Situationen bei Ängsten, Gefühlen und Traurigkeit.
Sicherheitsphase:
Es findet ein langsamer Annäherungsprozess statt, wo die Bezugsperson vom aktivem zum passiven Verhalten wechselt. Dabei ist es wichtig, dass das Kind nicht aktiv von der Bezugsperson bespielt wird. Durch vorheriges Beobachten versuche ich über Spielangebote Kontakt zu dem Kind aufzunehmen. Wenn sich bemerkbar macht, dass eine kleine Bindung aufgebaut wurde, in dem das Kind mit mir mitgeht und den Blickkontakt sucht, beginnen wir mit der nächsten Phase.
Vertrauensphase:
Das Kind hat die Abläufe kennengelernt, kann einschätzen, was als nächstes passiert. Somit kommt es zum ersten Trennungsversuch. Die Bezugsperson verabschiedet sich vom Kind und verlässt die Kindertagespflegestelle, zeitlich gestaffelt nach Absprache, sie muss jedoch in der Nähe bleiben und telefonisch erreichbar sein. Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind mich als Bezugsperson annimmt und sich von mir trösten und wickeln lässt. Tränen bei Abschied sind ganz normal und dürfen auch sein.
4. Tagesablauf
Ein strukturierter Tagesablauf ist für die Kinder sehr wichtig, so wissen sie, was als nächstes passiert, da helfen Rituale. Ich habe die Rituale in meinem Tagesablauf in der Kindertagespflege eingebaut, indem ich morgens als erstes mit der Verabschiedung der Eltern beginne. Die Kinder ziehen sich wie gewohnt ihre Schuhe und Jacken, falls vorhanden, aus. Die Kinder sagen ihrem Elternteil auf Wiedersehen. Sie bringen das Elternteil zur Tür und schmeißen sie, indem sie ihnen einen kleinen Schubs geben, aus der Tür heraus.
Wenn alle Kinder da sind, wird gemeinsam gegessen. Sobald alle sitzen, begrüßen wir uns indem wir ein Begrüßungslied singen. Arme, Beine und Finger werden dazu auch benutzt. Nach dem gemeinsamen Speisen werden im Badezimmer die Hände gewaschen. Ich frage die Kinder ob sie dabei ein Lied singen möchten oder lieber das Rauschen des Wassers hören möchten. Dann wird entweder gesungen oder stillschweigend die Hände gewaschen. Im Tagesablauf sind verschiedene Rituale eingebaut, wenn wir ein Buch lesen, nehmen sich die Kinder ein Kissen und setzten sich darauf und hören gespannt zu. Wenn wir raus gehen setzen sich die Kinder auf die Treppe und warten bis sie aufgerufen werden, um in den Bollerwagen einzusteigen.
Bevor wir den Mittagsschlaf machen, legen sich alle Kinder ins Bett, jedem Kind wird einzeln eine gute Pause gewünscht und zugedeckt. Wenn alle Kinder zugedeckt sind, wird eine Spieluhren CD eingeschaltet, Licht ausgemacht und das Rollo etwas geschlossen. Nach dem Schlafen gibt es noch ein Snack. Da nicht alle Kinder gleichzeitig abgeholt werden, wir jedes Kind individuell verabschiedet.
5.Bildungsauftrag im pädagogischen Alltag/Bildungsbereiche
Mein Bildungsauftrag gestaltet sich nach dem Bildungsgrundsätze NRW. Auch im U3 Bereich ist es mir möglich vieles im Alltag zu integrieren und umzusetzen. Oft überschneiden sich die Bildungsbereiche in nur einer Handlung, wie z.B. den Tisch eindecken. Hier wird der Bildungsbereich „Mathematik“, „Sozial“, „Sprache“, „Bewegung“, „Gesundheit“ uvm. mit einbezogen. Die Kinder lernen durch das einbeziehen und vorleben sowie das eigene ausprobieren ihrer Fähigkeiten.
Bewegung:
Bewegung fördert das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Durch Bewegung erlernt das Kind fein- und grobmotorische Herausforderungen, Ausdrucksmöglichkeiten von Gefühlen, Körpergefühl und Selbstvertrauen. Bewegung ist eine elementare Form des Denkens mit allen Sinnen. Die Schnelligkeit, die Ausdauer und die Reaktionsfähigkeit verbessern sich. Dadurch ist es mir wichtig, so oft wie möglich mit den Kindern nach draußen in den Garten/ Gruga Park zu gehen oder den Kindern eine Landschaft aufzubauen, die ihre motorischen Fähigkeiten unterstützen/fördern.
Sprache:
Sprache und Kommunikation sind einer der zentralen Bildungsbereiche in der Kindertagespflege. Die Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Durch tägliches miteinander sprechen, zuhören, singen, Bücher lesen, Fingerspiele oder Reime fordere ich die Kinder auf zu kommunizieren. Die Sprache muss sinnlich erfahrbar sein, so kann eine Erdbeere z.B. als Wort dienen, geschmeckt werden, gerochen werden und gefühlt werden.
Gesundheit/ Ernährung/ Hygiene:
Das Wohlbefinden des Kindes wirkt sich auf die Gesundheit des Kindes aus. Daher ist Schlaf, Luft, Pflege, Nahrung und Kleidung wichtig für die Entwicklung. Die Kinder waschen sich die Hände vor und nach dem Essen. Der Gang zur Toilette wird durch mich unterstützt, beim Wickeln trage ich Handschuhe. Ist die Kleidung verdreckt oder nass, wird sie gewechselt.
Naturwissenschaftliche- technische Bildung:
Naturwissenschaften regen Staunen, Fragen, Experimentieren und Forschen an. Bei Spaziergängen in der Natur finden wir Materialien, mit denen wir kreativ sein können. Die Kinder lernen die Natur kennen, in dem wir sie fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen können. Die Kinder experimentieren mit Flüssigkeiten, z.B. wie Wasser von einem Gefäß ins andere fließt oder wie durch das Pusten sich der Luftballon aufbläst. Auch Elektrogeräte werden untersucht, erforscht, wie sie zusammengesetzt sind und funktionieren.
Musische und ästhetische Bildung:
Dieser Bildungsbereich bezieht sich auf sinnliche Erfahrungen und berührt alle Bereiche des alltäglichen Lebens. Ästhetische Bildung erweitert die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit von Kindern und bildet den Anfang der Bildungsprozesse. Die Kinder können verschiedene Darstellungsformen kennenlernen, wie Musik, Tanz, Theater und bildnerisches Gestalten. Wenn wir Musik machen, werden verschiedene Musikinstrumente benutzt, dabei gesungen und getanzt. Bei der bildnerischen Gestaltung lernen die Kinder mit verschiedenen Materialien, wie Ton, Farbe und Papier zu malen oder zu basteln. Beim Theater schlüpfen sie in verschiedene Rollen und erfinden gemeinsame Geschichten.
Soziale und interkulturelle Bildung:
Soziale Kompetenzen helfen Kindern, Freundschaften aufzubauen, Regeln und Werte kennenzulernen. Um anderen offen gegenüberzutreten, braucht es ein gutes Selbstwertgefühl. Gemeinsame Aktivitäten wie Spielen, Basteln oder Kochen können dazu beitragen, dass Kinder soziale und emotionale Kompetenzen erlernen und stärken. Durch gemeinsame Aktivitäten lernen Kinder auch, wie man zusammenarbeitet und Rücksicht aufeinander nimmt. Bücher und Geschichten können dazu beitragen, dass Kinder andere Kulturen und Lebensweisen kennenlernen und verstehen.
Mathematische Bildung:
Bauklötze, Abzählreime, Muster und Formen: überall kommen Kinder mit Mathematik in Berührung. Sie lernen logisches Denken und kreative Lösungen zu entwickeln. So lasse ich z.B. die Kinder zählen wie viele am selbigen Tag da sind und von ihnen entsprechend den Tisch eindecken.
Medien:
Ich biete den Kindern Bücher, Fotos und CDs an, die sie sich anschauen können. Digitale Medien werden von mir nicht Angeboten.
Religion und Ethik:
Kinder zeigen schon früh großes Interesse an Erzählungen und Geschichten über Weihnachten, Ostern oder Pfingsten. Zahlreiche Feste mit religiöser Bedeutung stehen im Jahreskalender, dessen Bedeutung die Kinder kennenlernen wollen. Durch ihre Feste und Rituale erfahren die Kinder aus Büchern, durch Geschichten, basteln und singen, Informationen zu diesem Zusammenhang.
Ökologische Bildung:
Kinder lernen durch die Natur und Umwelt, weshalb die ökologische Bildung einen hohen Stellenwert hat. Dieser Bildungsbereich umfasst alle Themen, wie Tiere, Pflanzen und der Mensch und welchen Sinn das Zusammenleben aller hat. Der Mensch pflanzt den Brokkoli und der Regen bewässert den Brokkoli, der dadurch wächst. Auch der Jahreszeitenwechsel wird über die Natur übermittelt. Dadurch, dass die Kinder früh in den Genuss kommen, die Natur und Umwelt kennenzulernen, ist eine wichtige Grundlage gelegt, um später umweltbewusst zu leben. Durch den Anbau von Obst und Gemüse in meinem Garten habe ich die Möglichkeit die Kinder nah an die Natur und Pflanzen heranzuführen.
6.Ernährung
Ich lege großen Wert auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung, daher nehme ich eine Essensgeldpauschale, deren Höhe –entsprechend den Vorgaben der Stadt Essen- im Vertrag festgelegt ist. Die Kinder werden in der Vorbereitung der Mahlzeiten mit einbezogen. Da es verschiedene Kulturen gibt, verzichte ich auf Fleisch und koche daher vegetarisch. Zum Frühstück biete ich allerdings Wurst und Käse an. Auch Kinder mit einer Lebensmittelunverträglichkeit oder Allergien, werden bei mir bestens versorgt. Der Essensplan ist im Eingangsbereich für die Eltern auf einer Tafel sichtbar. Das Essen ist freiwillig und wird von mir auch nicht erzwungen - wenn satt dann satt! Die Trinkflaschen/ Becher werden mit Wasser oder ungesüßtem Tee befüllt.
7.Sicherung von Kinderrechten
„Die Sicherung von Kinderrechten ist ein wichtiges Thema. Die UN-Kinderrechtskonvention, die 1989 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet wurde, legt wesentliche Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen fest und normiert eigenständige Förder- und Partizipationsrechte der Kinder und Jugendlichen. Die Bundesregierung hat mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes zum 01. Januar 2012 neue Anforderungen des Kinderschutzes formuliert, um Prävention und Intervention in der Kinder- und Jugendhilfe voranzubringen. Die Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen und ihr Schutz vor Gewalt sind zentrale Qualitätsmerkmale einer Einrichtung“.
https://www.kreisgg.de/fileadmin/Jugend_und_Schule/Kinder_Jugendhilfeeinrichtungen/Handlungsleitfaden_zur_Sicherung_der_Kinderrechte_-_2014.pdf
„Jedes Kind hat das Recht auf Leben, Gesundheitsvorsorge, Bildung sowie auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung. Es ist wichtig, den Willen eines Kindes zu berücksichtigen, Meinungs- und Informationsfreiheit, Zugang zu Medien sowie Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit sicherzustellen“.
https://www.unicef.de/informieren/ueber-uns/fuer-kinderrechte
Es ist wichtig, dass Kinderrechte respektiert und geschützt werden. Bei einem Verdacht der Verletzung der Kinderrechte, nehme ich zuerst mit den Elternteilen kontakt auf. Ich bitte sie um ein Elterngespräch um die Situation zu erläutern. Bei einem schwereren Verdacht, bitte ich die Fachberater/in vom VamV zur Unterstützung dabei zu sein.
8. Partizipation
Partizipation bedeutet für mich, die Kinder im Alltag mit einzubeziehen. Sie können ihrem Alter, Situations- und Entwicklungsstand entsprechende Entscheidungen selbst treffen und bestimmen. Die Kinder werden von mir informiert über die Situation, die sie selbst entscheiden können. Damit sie wissen, wie und welche Auswirkungen es auf ihr Handeln hat, unterstütze und begleite ich sie in ihren Entscheidungen. Die Kinder können selbst entscheiden
• Ob sie es essen möchten
• Wie viel und was sie essen möchten
• Was und mit wem sie spielen möchten
• Ob sie an Mal und Bastelaktionen teilnehmen möchten
• Ob sie beim Aufräumen helfen möchten u.v.m
9. Inklusion/ Vielfalt/ Menschenbild
Jeder Mensch ist einzigartig.
Jeder Mensch ist anders.
Jeder Mensch wird akzeptiert.
Jeder Mensch hat das Recht dabei zu sein.
Das bedeutet Inklusion, das jeder dazu gehört, der dazu gehören möchte. Jedes Kind ist einzigartig und wird anerkannt und wertgeschätzt. Niemand wird ausgegrenzt und ungerecht behandelt. Alle Kinder werden gemeinsam gefördert und ihnen wird die Zeit gegeben, die sie brauchen. Sie wachsen gemeinsam mit ihren Stärken und Schwächen auf. Der gegenseitige Respekt, das Vertrauen und die Wertschätzung sind mir wichtig. Allen Kindern ermögliche ich die Teilhabe am Bildungsprozess mit uneingeschränkter Wertschätzung und Anerkennung jedes einzelnen. Auch den Eltern stehe ich gerne mit Rat zur Seite, da eine gute Erziehungspartnerschaft ein wichtiger Bestandteil in der Kindertagespflege ist. Sollte sich wehrend der Betreuungszeit eine Körperliche oder Geistige Behinderung feststellen, wird Ihr Kind weiterhin von mir betreut, bis sie einen dafür Ausgebildeten Betreuungsplatz haben.
10. Beobachtung und Dokumentation
Kinder haben eine angeborene Freude am Spielen. Sie dabei zu beobachten macht nicht nur Spaß, sondern hilft mir auch die tägliche Arbeit zu planen und zu gestalten. Ich dokumentiere regelmäßig die Entwicklung des Kindes mit der Bildungsschnecke (Der Beobachtungsbogen für Kinder U3), die mir bei der Selbstreflexion und Entwicklungsgesprächen mit den Eltern als Grundlage dient. Dabei geht es darum die Fähigkeiten, Lernschritte und Stärken des Kindes festzuhalten. Mit gemachten Fotos und dazu geschriebene Texte erstelle ich ein Portfolio. Das Portfolio und die Sammelmappe, mit den gesammelten Werken, können am Betreuungsende als Erinnerung an eine schöne Zeit in der Kindertagespflege mit nach Hause genommen werden.
11. Beobachtung und Dokumentation
Für die pädagogische Arbeit ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und der Kindertagespflegeperson unabdingbar. Um einen sicheren Hafen für das Kind zu schaffen, ist der gegenseitige Respekt, die Offenheit und die Einhaltung von Absprachen sehr bedeutend. In der Zusammenarbeit soll keine Konkurrenz entstehen, so dass das gegenseitige Unterstützen des Kindes im Vordergrund steht. Dem Kind sollte von beiden Seiten gezeigt werden, dass es in der Kindertagespflegestelle gut aufgehoben ist. Um eine gute Balance zu schaffen, werden Wünsche und Angelegenheiten, die für die Betreuung des Kindes wichtig sind, so weit wie möglich mit einbezogen. Sie sind der Experte für ihr Kind und ich sehe mich als ergänzende Unterstützung in der Betreuung. Durch ständigen Austausch miteinander erfahren wir auch, ob sich Änderungen oder Veränderungen in der Lebenssituation ergeben haben. Bei Tür- und Angelgesprächen informiere ich Sie, wie der Tag so war und ob es irgendwelche Vorkommnisse gab. Ich biete Elternabende an, wo ich den Entwicklungsstand des Kindes den Eltern ausführlich mitteilen kann.
12. Qualitätsentwicklung, Weiterbildung und Qualitätssicherung
Im September 2018 habe ich die Qualifizierung mit 160 Stunden zur zertifizierten Kindertagespflegeperson begonnen und im Dezember 2018 erfolgreich bestanden.
An Schulungen nehme ich regelmäßig alle 2 Jahre die Erste Hilfe am Kind, sowie die Hygienebelehrung teil. Jährlich wird die Lebensmittelschulung aufgefrischt.
Mit mindestens 12 Stunden im Jahr nehme ich an speziellen Fortbildungsthemenbereichen Teil, die von Verbänden, wie dem VamV NRW angeboten werden.
Diese Fortbildungen habe ich bereits besucht:
• Vier Werte die die Beziehung zu Kindern erleichtern
• Sprachentwicklung
• Mit Konflikten Konstruktiv umgehen
• Lass uns spielen
• Das neue Konzept QHB
• Ich bestimme mit! Partizipation in der Kindertagespflege
• Bedürfnisorientiert am Kind u.v.m
Im Januar 2023 habe ich die Fortbildung Q160+ die sich auf meine Qualifizierung mit 140 Stunden aufbaut, begonnen. Diese einjährige Fort- und Weiterbildung habe ich im März 2024 mit der Lernergebnisfeststellung erfolgreich beendet. Das Konzept wurde im Dezember 2023 nach den Bedingungen des QHB erneuert.
13.Kooperation/ Vertretung/ Regelungen
• Fachliche Begleitung durch den Fachverband VamV NRW e.V.(Verband alleinerziehende Mütter und Väter)
• Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
• „Glückspilz“, Vertretungskindertagespflegestelle des VamV NRW
• WhatsApp Gruppe mit mehreren Kindertagespflegepersonen aus ganz Essen
Die Fachberatung die der Kindertagespflegeperson zur Seite steht, ist mit Rat und Informationen immer an unserer Seite. Dadurch sind wir immer auf dem neusten Stand, was auch z.B. beim Jungendamt für Veränderungen stattgefunden haben. Neue Familien stellen sich bei der Fachberatung vor und diese erstellt den Betreuungsvertrag und die erforderlichen Unterlagen zur Finanzierung der Betreuung.
14.Nichtbetreuungszeiten/ Vertretung/ Regelungen
Die Nichtbetreuungszeiten betragen 30 Tage im Jahr und sind beitragsfrei. Am Ende des Jahres gebe ich meinen Urlaub und Fortbildungstage für das kommende Jahr bekannt. Bei Krankheit steht Ihnen die Vertretungsstelle „Glückspilz“ zur Verfügung. Informationen über den Glückspilz finden sie in der Kindertagestelle am Informationsbrett oder direkt beim VAMV NRW e.V. Bei Nichtbetreuung Ihres Kindes z.B. bei Krankheit oder Urlaub bitte ich um telefonische Rückmeldung.
15.Abschied/ Übergang in den Kindergarten
Sobald der nächste Schritt ihres nächsten Lebensabschnittes ansteht, werde ich die Kinder langsam darauf vorbereiten. Wir führen Gespräche, erzählen wir uns Geschichten darüber, schauen uns Bücher an und singen Lieder. Am Ende jedem Betreuungsjahr veranstalte ich ein Abschiedsfest. Gemeinsam mit allen Kindern verabschieden wir die zukünftigen Kindergartenkinder. Zum Abschied können sie ihre persönlichen Sachen, wie Portfolio, Sammelmappe, Kleidung mit in den Kindergarten oder mit nach Hause nehmen. So haben sie eine schöne Erinnerung an die Zeit in der Kindertagespflege.
Schlusswort
Sollten Sie den Gedanken erfasst haben, dass Ihr Kind bei mir gut aufgehoben ist, nehmen Sie gerne per E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch Kontakt zu mir auf. Gerne lerne ich Sie und ihren liebsten Schatz persönlich kennen.
Vielen Dank